Zensur in einer etwas anderen Form

Wahnsinn, was man heutzutage schon alles lesen muss:

Wer sich im Café verabredet, sollte das vorher bei der Polizei anmelden. Ansonsten kann das Treffen als Versammlung aufgelöst werden - so geschehen in Berlin-Kreuzberg. (taz.de)

Auch bei TAZ ist der Artikel treffend mit "Polizeistaat" überschrieben. Genau das triffts auf den Punkt. Denn was haben wir denn für Möglichkeiten, medienwirksam gegen die Internetsperren vorzugehen? Da bleibt ja nicht viel übrig als das Versammlungsrecht bzw. Demonstrationsrecht. Wenn aber selbst schon der Kaffeeklatsch von der Polizei aufgelöst werden muss, muss man sich fragen, ob man denn jemals nochmals demonstrieren darf?

Proteste gegen Internetsperrungen

Super sachliches Video von Zapp auf ndr.de, mit vielen Interviews von Christian von MOGIS.

Neues Youtube-Video: Wir sind alle Terroristen

Schönes Youtube-Video: Wir sind eben alle Terroristen. Aufgrund der Abmessungen hier nur als Link.

Umfrage zur Wirksamkeit von Internetsperren

Nach der Veröffentlich der Heise Meldung "Umfrage: 92 Prozent für Internetsperren gegen Kinderpornographie" startet Thomas Gericke eine eigene Umfrage, mal sehen ob hier auch 92% pro-Zensur sind.

Zensursula T-Shirts zu gewinnen!

Wie eben angekündigt gibt es nun 10 Zensursula T-Shirts zu gewinnen, diese wurden freundlicherweise vom SK-Versand (inkl. Bild, es sind nicht die von 3dsupply bekannten) zur Verfügung gestellt. Ihr könnt diese gratis erhalten. Macht einfach mit einer Aktion auf die laufenden Aktionen gegen die Sperren aufmerksam und setzt dabei auch einen Link auf eine der beiden Seiten. Schreibt z.B. einen Blog-Artikel, veröffentlicht Beiträge auf eurer Webseite, hängt einen Flyer auf, seid einfach kreativ. Schickt mir dann eure Beiträge per Kontaktformular. Über die Einsendungen wird abgestimmt und die 10 Besten erhalten ein Gratis T-Shirt.

 Ende der Aktion: 6. Juni

Des Rätsel's Lösung

Viele Spekulationen gab es in den vergangenen Tagen über die Abschaltung der Webseiten zensursula.de und zensursula.net. Wir, die Webmaster von zensursula.de und .net, möchten nun heute ein paar Worte dazu sagen und in diesem Zuge auch die Seiten wieder in Betrieb nehmen.

Es begann vor einigen Tagen mit einigen sehr suspekten Mails von einem Herrn Z.

Und ehrlich gesagt, FarbBeutel mit Glassplittern schmeißt man nicht auf Familien..... ist so mein Gefühl :-)

Wer nun meint, wir können nicht zitieren, täuscht sich leider. Mails waren durchweg in diesem Stil und gaben im Großen und Ganzen keinen Sinn - ebenso die Webseite, die in den Mails angegeben war, seine beiden Twitter-Accounts und weitere Seiten, die sich über Google finden ließen. Das Problem war nur: Die Ankündigung einer Strafanzeige. Und wer die News der letzten Wochen verfolgte, weiß wie leicht man heutzutage – gerade im Bereich KiPo – eine Hausdurchsuchung abbekommt. Das war das Risiko nicht wert. Im gemeinsamen Konsens legten wir beide Seiten temporär aufs Eis – und warteten auf Antworten. Statt eben dieser kamen aber leider nur weitere unverständliche Textschnippsel (man kann es kaum anders bezeichnen), die man eigentlich nur noch ignorieren konnte.

Auch haben wir inzwischen netterweise ein Statement von einem Rechtsanwalt zu diesem Thema, der eigentlich nichts an der Domain zu beanstanden hatte.

Mit diesem Text möchten wir klarstellen, dass wir uns hier nicht erpressen lassen wollen. Schon gar nicht von Leuten, die mit einer solchen Rechtschreibung unverständliche Drohungen von sich geben.

Vielen Dank geht an dieser Stelle nochmals an die vielen Hilfsangebote, die wir erhalten haben, auch von zahlreichen Rechtsanwälten, die uns in der Sache unterstützen wollten. Wir lassen uns nicht unterkriegen!

FDP gegen Zensur

Nach den Grünen lehnt auch die FDP das geplante Zensurvorhaben von Frau von der Leyen ab.

 "Sperrungen von Websites bergen stets die Gefahr von Eingriffen in grundrechtlich geschützte Positionen, wenn versehentlich legale Websites gesperrt werden." Kinderpornografie und Kindesmissbrauch müssten vielmehr konsequent und wirksam mit den Mitteln des Rechtsstaats bekämpft werden.

Weitere Informationen auf heise.de und Twitter.

Offen bleibt, inwiefern diese Vorsätze auch bei der Regierungsbildung, bspw. schwarz-gelb, eingehalten werden.

Post von Frau von der Leyen

Spreeblick hat Post von Frau von der Leyen gekriegt.

Heute erreichte mich ein 3-seitiger Brief von Familienministerin Ursula von der Leyen als Antwort auf meine Spreeblick-Artikel vom 26.3.09 und vom 16.4.09.

Hier das PDF.

Wird unsere Familienministerin missbraucht?

Anbei ein Artikel von einem Webseitenleser, der mir freundlicherweise hier zur Veröffentlichung frei gegeben wurde.