Gründe gegen die Zensur
Hostblogger war so nett und hat einen sehr guten Text, warum Internetsperren kontraproduktiv sind, unter der Creative Commons freigegeben. Ladet euch das PDF am Besten mal runter und lest es euch durch, es ist wirklich gut. Da es unter einer freien Lizenz steht, dürft ihr den Text auch modifzieren und weiterverbreiten, unter welchen Bedingungen genau, könnt ihr obigem CC-Link entnehmen. Über entsprechende Erfolgsmeldungen von Meinungsänderungen bin ich dann natürlich offen.
Urteil: DNS-Sperren sind zur Blockade von Inhalten "nur bedingt geeignet"
Nach einem Urteil des Landgerichts (LG) Hamburg ist ein Zugangsanbieter nicht verpflichtet, den Zugriff auf Seiten mit rechtswidrigem Inhalt zu sperren. [...] Dem Vortrag der Filmindustrie, wonach die Mehrzahl der "durchschnittlichen Internetnutzer" durch die DNS-Sperre davon abgehalten würden, einen anderen Weg zu den gesperrten Inhalten zu suchen, wollte das Gericht keinen Glauben schenken. Tatsächlich sei es den Richtern selbst "in wenigen Minuten" gelungen, eine Internetseite mit einer Anleitung zur Umgehung mit den verfügbaren Nameservern zu finden. Dieses dürfte für die typischen Nutzer von Filmdownloadseiten sogar noch schneller möglich sein. (heise.de)
Sehr interessante Argumentation hinsichtlich der Internetsperren von #zensursula.
Grundgesetz-Flashmobs gegen Internetsperren
Mogis, der Verein Missbrauchsopfer gegen Internetsperren, ruft zu bundesweiten Blitzprotestaktionen unter dem Motto "Grundgesetz lesen" auf. Anlass sind die erfolgreiche Onlinepetition gegen Internetsperren, die inzwischen schon fast 74.000 Menschen unterzeichnet haben, und der 60. Jahrestag des Grundgesetzes. (golem.de)
Weitere Informationen:
Kinderhilfe mit Aktion pro-Zensur
Manchmal macht es mich richtig wütend und traurig, wenn Leute so viel Ignoranz und Unwissenheit vorbringen, wie hier:
Mit einer bundesweiten Unterschriftenaktion will die Deutsche Kinderhilfe das geplante Gesetz zur Sperrung unterstützen. [...] "Die 70.000 Unterstützer der Online-Petition repräsentieren nicht die Meinung der deutschen Bevölkerung, die meisten Deutschen wollen Kinderpornos gesperrt wissen", meinte Ehrmann. (heise.de)
Es ist so traurig, dass man das Argument "Kinderpornografie" inzwischen nun auf einen Thron gehoben hat, und das nun "souverän" geworden ist - es sitzt da oben und dient zur Rechtfertigung eines jeden Gesetzes, einer jeden Zensur, es dient sogar zum Treten der Menschrechte von über 80 Millionen Bürger. Ein jeder Unterstützer der Pro-Sperrungs-Petition möge sich doch nochmal einmal überlegen, was er da genau anrichtet. Wir alle wollen gegen Kinderpornografie vorgehen. Wir wollen aber auch, dass dies in einem sinnvollem Maße passiert, und nicht in die Meneschenrechte von Millionen Bürgern eingreift. Nicht zuletzt sind sogar Mißbrauchsopfer gegen diese Sperren ("Mogis").
Noch wütender macht mich ja eigentlich dieser Satz:
Ziel der Gegenaktion sei es, bis Ende Mai 100.000 Unterschriften zu sammeln.
Hintergrund: Zensur im Netz - Wenn Meinung unterdrückt wird
Peng, du bist tot!
Es ist lächerlich, als Konsequenz aus Winnenden ein nur für Erwachsene erlaubtes Spiel wie Paintball zu verbieten - aber auch bedrohlich. Der Staat betritt mit Gewalt eine Welt, in der er nichts zu suchen hat.
Lesenswerter Artikel auf tagesspiegel.de
Wie man eine Generation verliert
Ein lesensweter Artikel von zeit.de:
Vier Tage, in denen mindestens 50.000 Menschen zu der Überzeugung kamen, dass es besser ist, sich als Unterstützer von Kinderpornografie verunglimpfen zu lassen, als zuzusehen, wie die eigenen Interessen missachtet werden.
Auf jeden Fall lesenswert.
Video: Internet-Stoppschild mit Tücken
In dieser Ausgabe des c't tv erklärt Herr Schnurer anschaulich, warum Internetsperren kontraproduktiv sind. Sehr zu empfehlen.
zensursula.net auf Twitter
Alternativ zu unserem
RSS-Feed gibt es jetzt auch die neusten Updates zu #zensursula auf Twitter - follow zensursulanet.
Die Grünen und die Internetzensur
Eben auf Twitter gefunden:
(klicken, für volle Größe - vielen Dank an Lars Brücher)
Es scheint also doch noch Parteien zu geben, die der Internetzensur - zumindest auf dem Papier - eine klare Absage erteilen.


